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Jahresübersicht

1828
Johann Peter GRUEBER

Gründung des Schmiedebetriebes durch Johann Peter GRUEBER, *12. Okt. 1795, gest. 01. Dez. 1855.

1832
im Brusewinkel

Erwerb des Schmiedekottens „im Brusewinkel“ an der Schwenke. Gute Verkehrsachse, Lage zum Hauptbahnhof in Hagen.

1850
neue Schmiede

Erbau und Erweiterung durch neue Schmiede, Unterbringung von Mitarbeitern.

1857
Wilhelm Grueber, der Ältere

Übertragung der Geschäfte auf Wilhelm Grueber, der Ältere *1834, gest. 1919.

1867
Pariser Welt­ausstellung

Pariser Weltausstellung mit GRUEBER als Aussteller von Schmiedeprodukten u. a. Schaufeln, Spaten und Hacken „Qualitätsprodukte von GRUEBER“. 

1871 – 1872
Fabrikbau

Neuer Fabrikbau, Schritt vom Handwerksbetrieb zum Fabrik­betrieb mit Hammerwerk:

Vorprodukte können nun in eigener Herstellung produziert werden.
Eigene Dampfmaschinenzentrale, 2 Hämmer, Fertigschmiederei, Nass-Schleiferei, Schlosserei, Stielfabrikation.
50 Mitarbeiter im Betrieb, mehrere Mitarbeiter im Büro.

1890
Wirtschaft­liche Krisen­zeiten

Wirtschaftliche Krisenzeiten, Wasserkraft und Massenprodukte aus gewalzten und aus Blech gepressten Artikeln halten Einzug.
Starker Kostendruck lässt das Geschäft bei GRUEBER zum Musterfabrikanten zurückschmelzen.

1897
Nur noch Handelsgeschäft

Einstellung der eigenen Produk­tion, nur Handelsgeschäft wird fortgeführt.

1906
Wilhelm Grueber, der Jüngere

Wilhelm GRUEBER, der Jüngere, *09.03.1865, gest. 09.03.1922.
Maschinenbaustudium, Beginn der Produktion in alten Werkshallen wie Herstellung von Tiegelstahlguß: Herstellung von Pleuelstangen, Rohrkappen; Arbeiten im Lohn; leichte Gesenkschmiedeteile; hohe Qualitätsansprüche an Fertigung und die Produkte.

1907
Übertragung der Firma

Übertragung der Firma auf Wilhelm GRUEBER, den Jüngeren, Beginn mit der Herstellung von Stahlfedern, kaltgeformt, Drahtziehereien liefern das Vormaterial in Form von Drähten aus Altena. Einfache Wickelbänke und Schmirgelsteine sind erste Maschinen zur Herstellung.

Federn über 10 mm mit runden und rechteckigen Querschnitten, in
Bessemergüte gewickelt, vergütet und geschliffen; Vorstufe der heutigen warmgeformten Federn.

1910
Beginn von Blatt-Tragfedern

Beginn von Blatt-Tragfedern. Alter Schmiedetrakt für Schüppen wird für die Herstellung von Blatt-Tragfedern Abt. 4 verwendet:

Notwendige Glüh- und Anlassöfen werden angeschafft. Produkte für Eisenbahnwaggons, Straßenbahnen, Kleinbahnen und Kutschen. Später auch für Lokomotiven, Wagenfedern, Automobil- und Anhängerfedern.

1914 – 1918
1. Weltkrieg

1. Weltkrieg; normale Herstellung und Weiterbetreiben des Geschäftes; Wilhelm GRUEBER, der Jüngere, Oberleutnant der Landwehr, später Hauptmann, bis 1917 im Krieg.

1919 – 1921
Erweiterung u. Neubau der Werkshallen

Erweiterung u. Neubau der Werkshallen, zwischen Elberfelderstraße, Wilhelmstraße und Augustastraße. Alter Schmiedekotten weicht einem mehrgeschossigen Industriebau, Erweiterung der Warmformung,
Erweiterung der Unterbringung für Mitarbeiter.

09.03.1922
Emil Otto Rath

Tod von Wilhelm GRUEBER, Testament: „Fortsetzung des Fabrikgeschäftes durch seinen Neffen Heinrich Nettmann und seinen Sohn Werner Waterstradt…
Die Beiden sollen sich als Kaufmann und Ingenieur ausbilden lassen und nach vollendetem 25. Lebensjahr mit der Leitung der Geschäfte vertraut werden.“

In der Übergangszeit ab 1922 werden die Geschäfte von Emil Otto Rath geführt, Konsolidierung, Substanzerhaltung, Steigerung der Leistungs­fähigkeit, Lagerbevorratung von Vormaterial für Lieferwünsche.

1927 – 1928
100-jähriges Bestehen der Firma GRUEBER

USA-Reise von Heinrich Nettmann und Werner Waterstradt, industrielle Erfahrungen durch Amerika-Reise: 100-jähriges Bestehen der Firma GRUEBER.

4. Generation, Neffe und Sohn von Wilhelm GRUEBER, dem Jüngeren: Dr. Heinrich Nettmann und Werner Waterstradt, Dipl. Ing.-Maschinenbau, treten in das Unternehmen ein.

Schrittweise Übernahme der Firmenleitung von Herrn Rath, der der Geschäftsführung weiterhin mit seiner Expertise zur Seite steht.

1939 – 1945
2. Weltkrieg

14.04.1949
Aufwind

Demontage-Stopp bei GRUEBER.

Marshall-Plan bewirkt Aufwind bei Investitionen – auch bei GRUEBER.

Erste Umstellung der Antriebe von dampf­betriebenen zu elektrisch betriebenen Antrieben.

1962 / 1963
5. Generation

Eintritt der 5. Generation: Hans-Peter Nettmann und Helmut Waterstradt.

Vorbereitung der Betriebsverlagerung gemäß Städtebau-Förderungsgesetz (Stadtsanierung).

1976 – 1978
Umzug in das neue Werk in Hagen-Halden

Umzug in das neue Werk in Hagen-Halden.

Herbst 1978: Einweihung der Fertigungsstätte; Begleitung durch die Firma Kienbaum bei Planung der neuen Fertigungsstätte. Zukunftsfähigkeit und Firmenstruktur werden hinterfragt.

Feier zum 150-jährigen Bestehen: Einzug in neuen Fertigungsstandort mit Abteilungen nach Hagen-Halden.

1987 – 1990
Know-How u. Technologie-Transfer

Know-How u. Technologie-Transfer (Tender-Ausschreibung Indian Railways IR), Bau eines Werkes in Gwalior mit Handelsfirma Komrowski aus Hamburg zur Herstellung von Schraubenfedern für SIG-Drehgestell, Schulung von indischen Mitarbeitern in Hagen, diverse Mitarbeiter aus Hagen arbeiten bei der Inbetriebnahme in Indien mit, um diese Aufgabe zu meistern.

Lieferungen 20 bis 25 Jahre für LHB-Drehgestelle an IR.

1990 – 2020
Fahrzeug­technik

Erste Windeautomaten FUL-10 für Automobil-Formfedern seit 1980.

Einzug der modernen Steuerungstechnik und Achsensteuerung machen moderne Fertigung und Formfedern möglich (inkonstante Steigung, eingerollte Federenden).

Sport- und Fahrzeugtuning und das Ersatzteilgeschäft beleben 2 Jahrzehnte das Geschäft in der Kaltformung.

1990
Qualitätssicherung

Erstes Qualitätshandbuch entsteht, im Rahmen einer Zertifizierung für den Einsatz von Federn für Atomkraftwerke.

Einführung eines Qualitätssicherungssystems nach DIN EN ISO 9001.

Verbandsarbeit im „Arbeitskreis Qualitätssicherung“ und in Zusammenarbeit mit dem TÜV-Hagen.

1991
Höchst­geschwindigkeit

Beginn des Hoch­geschwindig­keitsverkehrs mit der ICE-1 Flotte und einer Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h; Lieferanten SIEMENS und Bombardier (60 Züge) mit GRUEBER-Federn.

In den nächsten 3 Jahrzehnten wird die ICE-1 bis ICE-4 Flotte mit GRUEBER-Federn beliefert. Auch die Hoch­geschwindig­keitsstrecken in CHINA werden mit ALSTOM und SIEMENS mit dem CRH-3 SIEMENS Velaro und dem ALSTOM, Pendolino Zug CRH-5 ab 2009 von GRUEBER ausgestattet. GRUEBER ist weiter der 1. Lieferant bei der Deutschen Bahn, wöchentliche Abnahmen der DB-Abnehmer bestätigen dies.

1995 – 1998
6. Generation

6. Generation: Matthias Nettmann und Titus Waterstradt nehmen Ihre Arbeit in Hagen auf.

1997 – 1998
Erweiterung der Produktions­anlagen

Erweiterung der Produktions­anlagen: Moderne Pulver­beschichtungsanlage Federn für Industrie- und Schwingisolierung / GERB werden nach Automobilstandard mit moderner Vorbehandlung als Phosphatierung und Pulverbeschichtung versehen.

2000
Millenium Bridge

Übernahme der Produktion von der Federnfabrik Motte in Hagen.

Wichtige Kunden, Personal, u. a. auch der Betriebsleiter „Herr Rolf Sonneborn“, werden übernommen, starke Unterstützung in Technik.

Herstellung von Federn für die Milleniumbridge: Einbringen von Masse und Stahlfedern durch die Ingenieurfirma GERB aus Berlin verhindert Aufschwingen der Fußgängerbrücke Millenium Bridge in London; Intensivierung der Geschäfte weltweit.

2003
Biege­technologie

Einführung Biegetechnologie durch CNC-Steuerung; BM-9 / BM-90.

Landwirtschaftliche Produkte, Schenkelfedern und Biegeteile können über Einkopf-Biegemaschine, später BM-90, industriell in mittleren Losen hergestellt werden.

2006
Umweltpreis

Inbetriebnahme einer automatischen Nasslackierung für Schienenfahrzeugfedern.

Umweltpreis für die Anlage für das Nutzen von wasserlöslichen Lacken, Nasslacksysteme bringen GRUEBER in eine Vorreiterrolle im europäischen Schienenverkehrssystem, freigefahren mit DB.

2009 – 2010
Warmgeformte Schrauben­federn

Aufbau einer 2. Wickellinie für warmgeformte Schraubenfedern.

Erstmals kommen bei GRUEBER zwei große schwere Roboter zum Einsatz.

Aufgabe der Blattfedernproduktion als Ersatzteilgeschäft, dies gibt wieder Raum für neue Fertigungslinie.

2015 – 2022
GERB Berlin

Groß-Projekte für den Kunden GERB Berlin.

Elbphilharmonie in Hamburg (3.600 Federn), Ausstattung Lyric-Theater-Komplex in Hong-Kong (16.800 Federsätze 44/16); Untergrundbahn TYEL Taiwan 14.000 Satz 44/20).

Zugfedern für die Makao-Bridge, längste Brücke weltweit (10.000 Zugfedern mit Hi-Fo Sonderösen) können auf Grund der Erweiterung der Kapazitäten produziert werden. 44 rd. Federn werden Synonym für Federn für die Erdbebensicherung und Schwingisolierung.

2022
7. Generation

7. Generation: Johannes Stute und Christopher Nettmann nehmen kurz hintereinander die Arbeit in Hagen auf.

2026 – 2028
Modernisierung des Werkes

Hohes Investitions­programm zur Modernisierung des Werkes:

Neue Öfen zur Reduzierung des Energieverbrauches, Investitionen in Arbeitssicherheit und Betriebstechnik.

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